Erzberger, Der Völkerbund.

Erzberger, Der Völkerbund.

Erzberger, Matthias. Der Völkerbund. Der Weg zum Weltfrieden. Berlin, Verlag Reimar Hobbing, 1918. Oktav. 196 Seiten. Original Broschur. Gebräunt, die ersten 35 Seiten mit 5mm Einriß am Rand, leichte Knickspur am Umschlag, sonst gut erhalten.

Erzberger, 1875 in Buttenhausen auf der Schwäbischen Alb geboren, war der jüngste Reichstagsabgeordnete, er war Zentrumspolitiker
Erzberger erkannte als einer der ersten Reichstagsabgeordneten und Politiker die Schwäche der militärischen Position Deutschlands. Um die drohende militärische Niederlage zu vermeiden, strebte er nun einen Verständigungsfrieden mit der Entente an und initiierte im Juli 1917 die Friedensresolution des Reichstags.

Christopher Dowe, Historiker am Haus der Geschichte Baden-Württemberg und Autor der Biographie Erzbergers schreibt, daß dieser eine Persönlichkeit ist, in dessen Wirken sich auch „Ambivalenzen der Moderne” zeigen, zunächst kriegsbegeistert und voller Hatz, wandte er sich später den Friedensbemühungen zu. Erzberger zieht das Resumée. “dass Politik gerade in einer innerlich zerrissenen Gesellschaft immer Kompromisssuche bedeutet und Politik die Kunst des Möglichen und nicht des Wünschbaren ist und ist – Fehler begehen eingeschlossen ist “.
Das Buch ziert den Untertitel: RÜHMLICHER IST ES, DEN KRIEG DURCH WORTE ZU TÖTEN, ALS MENSCHEN DURCH DAS SCHWERT. Augustinus im Briefe an Darius.
Erzberger war den Nationalsozialisten und Deutschnationalen verhasst und wurde daher auch durch zwei konservative Terroristen 1921 in Griesbach im Schwarzwald heimtückisch und hinterhältig ermordet. Natürlich wurde auch dieses Werk ein Opfer der Flammen.

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